MadDogs gastieren beim Tabellenführer Kornwestheim zum Derby
Zwei Wochen nach dem knappen Heimsieg gegen Kellerkind Köndringen-Teningen und eine Woche nach der Fasnetspause geht es für die Drittliga-Handballer des TSV Neuhausen/Filder. Allerdings könnte die Aufgabe am Sonntag, 22. Februar, 17 Uhr, beim Tabellenführer SV Kornwestheim in der Sporthalle Ost kaum größer sein.
„Ich glaube, dass so eine Pause immer ganz guttut“, sagt MadDogs-Coach Daniel Brack. „Trotzdem ist es so, dass wir uns sehr schwergetan haben. Das bedeutet, dass wir haben letzte Woche weitestgehend freigemacht haben, also wir hatten nur montags und dienstags eine Trainingseinheit und haben dann diese Woche am Dienstag wieder angefangen nach der Fasnetspause.“
Die Filder-Handballer konnten somit unter anderem dem traditionellen Umzug am Fasnetssonntag beiwohnen oder anderweitig Kraft tanken für die kommenden Wochen. „Am Dienstag waren wir mit sechs Feldspielern im Training, weil viele berufsbedingt oder krankheitsbedingt ausgefallen sind“, berichtet der TSV-Kommandogeber. „Das Feld hat sich am Donnerstag ebenfalls nicht gelichtet, das heißt es bleibt, nach wie vor ganz schwierig als Gruppe weiterzukommen, weil wir ständig mit neuen Situationen konfrontiert sind, die dann dazu führen, dass wir uns immer schwerer tun, uns weiterzuentwickeln.
Auch im Spiel beim kommenden Gegner, dem überragend aufspielenden Spitzenreiter SV Salamander Kornwestheim wird dies nicht anders sein. „Das ist sicherlich auch so, dass, wenn wir an das Spiel am Sonntag gegen Kornwestheim denken, wir dort Stand jetzt mit vier Rückraumspielern antreten werden“, richtet der 44-Jährige den Blick nach vorne. „Wir werden keine Spieler vom TVB bekommen, also weder Max Heydecke noch Linus Schmid sind für uns eingeplant, demzufolge sind wir beim unangefochtenen Tabellenführer ganz klarer Außenseiter.
Dass die Lurchis das Tableau mit 32:8 Punkten mit fünf Minuspunkten Vorsprung vor den nachfolgenden Teams anführen, hat für Brack folgende Gründe: „Es ist eine Mannschaft, die seit Jahren in der gleichen Besetzung zusammenspielt, und viele Automatismen entwickelt hat, die sie über Jahre hinweg geprägt haben.“
Auch personell ist der SVK stark besetzt. „Herausragender Spieler ist sicherlich nach wie vor Felix Kazmeier, der einfach Dreh- und Angelpunkt in vielen Momenten ist“, weiß der TSV-Coach. „Aber es sind ganz viele Spieler, die da über mehrere Jahre sehr erfolgreich gespielt haben, egal, ob Jan Döll, Marco Lantella, der eine super Entwicklung genommen hat, und dann haben sie mit Finn Joneleit ihren absoluten Motor, vielleicht der stärkste Eins-gegen-eins-Spieler der 3. Liga.“
Im Hinspiel mussten die MadDogs den ersten Punktverlust hinnehmen, erkämpften sich aber beim 37:37-Unentschieden wenigstens noch einen Zähler. „Wir müssen in Kornwestheim mit einer realistischen Erwartungshaltung antreten und ich persönlich würde diesmal tatsächlich eher sagen, dass wir versuchen, ein gutes Spiel abzuliefern und ans Punkten zu denken ist in der Besetzung, in der wir am Sonntag antreten, sehr, sehr schwierig, so ehrlich müssen wir zueinander sein und wichtig ist, dass wir unsere Leistung bringen und schauen, dass wir weitere Schritte, auch in dieser spärlichen Besetzung, nach vorne kommen“, gibt Brack die Marschroute für das Derby vor.
Eine Besonderheit gab es noch am vergangenen Wochenende, denn Max Heydecke und Linus Schmid traten mit dem TVB Stuttgart im Berliner Fuchsbau an und zeigten trotz der zu erwarteten Niederlage eine starke Leistung. „Was natürlich uns freut, sind die sechs Tore, die Max Heydecke bei den Füchsen Berlin gemacht hat, das ist natürlich schon extrem. Linus Schmid auch noch zwei erzielt und aus meiner Sicht auch noch drei guten Aktionen vorne gehabt. Für uns ist so, dass wir trotzdem davon nur indirekt profitieren können, weil diese Spieler dann natürlich noch in den Fokus vom TVB geraten“, äußert sich der Sportlehrer.


